Was ist Kinesiologie Taping

 

Begriffserklärung Taping

Für die Definition des kinesiologischen Taping muss man vorerst beide Begriffe differenziert betrachten, denn oftmals wird fälschlicherweise der Ausdruck „Taping“ nur durch „kinesiologisches Taping“ definiert.

 

Tape

Ein Tape-Verband ist laut Definition ein  „[...] funktioneller Verband; Stützverband aus klebenden Binden u. Pflaster zur selektiven Teilruhigstellung von Extremitäten bei Erhalt anderer Bewegungsfunktionen [...] bei Sportlern prophylakt. Vor Belastungsexposition zur additiven Stabilisierung u. Optimierung der Propriozeption“.(Vgl. Walter de Gruyter (2007) S.1889) Wie der Definition zu entnehmen ist, handelt es sich bei einem Tape-Verband um eine Teilruhigstellung von Extremitäten. Dies ist an dieser Stelle besonders erwähnenswert, denn gerade in diesem Punkt unterscheidet sich der kinesiologische Taping Begriff von dem klassischen Taping Begriff.

 

 

 

Begriffserklärung Kinesiologie

Die Kinesiologie setzt sich aus den Wörtern griechischen Wörtern kinesis = Bewegung und logos = die Lehre zusammen. Frei übersetzt heißt es die Lehre von Bewegungsabläufen oder Bewegungslehre. Die Bewegungslehre beschreibt eine körpereigene Rückmeldefunktion mit deren Hilfe sich Organ- und Energiezustände analysieren und durch zahlreiche Korrekturmaßnahmen wieder normalisieren lassen. Sie umfasst mehrere Teilbereiche, von denen für die Definition besonders die Sport-Kinesiologie wichtig ist. Diese beschreibt, dass mittels verschiedener Tests die Funktionsfähigkeit von Muskeln festgestellt und, wenn erforderlich, sofort korrigiert werden kann. Eine Tapeanlage soll für die Korrektur von solchen funktions-gestörten TapeMuskeln eine geeignete Maßnahme darstellen, um diese wieder zu normalisieren.(Vgl. Dobler Günther (2004) S.2) Da das Taping in der Kinesiologie aber folglich nicht auf der Ruhigstellung von Extremitäten, sondern nur auf deren Bewegung basieren kann, entstand der Eigenbegriff Kinesiologie Taping als eine auf Bewegung basierende Form des Tapens. Dies erfolgt mittels eines speziell dafür entwickelten Materials mit dem Namen Kinesiologie Tape, einem Bewegungsband. 

In der allgemeinen Umgangssprache existieren einige andere Erscheinungsformen wie z.B.: „Kinesio-Taping" „Physio- Taping“ oder „K-Taping“. Diese haben ihren Ursprung darin, dass einige Unternehmen eigene Methoden entwickelt haben, Muskelkorrekturen mittels eines speziellen Tapes zu behandeln und diese dann unter eigenem Namen rechtlich schützen ließen.

Wenn Sie mehr über die Geschichte des Kinesiologie Taping lesen möchten, durchstöbern Sie unseren Blog.